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Feuerwehr Breckenheim zieht Fahrzeuge im Goldsteintal aus dem Schlamm

Einsatz 18/15 – Ein Ehepaar im Alter von 72 und 73 Jahren, verirrte sich am Donnerstagabend, nach einer Weihnachtsfeier in einer Gaststätte im Wiesbadener Goldsteintal, im angrenzenden Waldgebiet. Die ortsfremden bogen an einer Stelle falsch ab und fuhren immer tiefer in den Wald, bis sie sich schließlich mit ihrem Mercedes im schlammigen Boden festfuhren und weder vor noch zurück kamen.

In ihrer Not setzen die Senioren einen Notruf ab, sie meldeten sich bei der Polizei. Mit Hilfe der Geokoordinaten aus dem Navigationsgerät konnte der ungefähre Standort des Ehepaares zwar eingegrenzt werden, die eingeleitete Rettungsaktion sollte sich jedoch noch mehrere Stunden hinziehen. Denn trotz des ständigen telefonischen Kontaktes zu den beiden „Verschollenen“, war es nicht möglich, den genauen Standort des Autos zu lokalisieren, geschweige denn zu erreichen. Daher wurde die Feuerwehr in die Suchaktion mit eingebunden, die sich mit mehreren Fahrzeugen auf den Weg in den Wald machte.

Bei Dunkelheit, im Nieselregen und aufgrund des weichen Untergrundes hatten sich jedoch schnell ein Streifenwagen des 4. Polizeireviers und ein Geländefahrzeug der Berufsfeuerwehr festgefahren. Aus diesem Grund wurden die beiden geländegängigen Unimogs der FF-Breckenheim und FF-Schierstein nachalarmiert. Die Breckenheimer Kräfte kümmerten sich um die festgefahrenen Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr und der Polizei, die Kameraden aus Schierstein steuerten das verirrte Fahrzeug des Ehepaars an.

Mittels Greifzug und Drahtseilen sog man beide Fahrzeuge auf befestigten Untergrund, bis diese aus eigener Kraft wieder vorwärts kamen. Der Mannschaftswagen der Polizei stand tief im Wald, was das Auffinden und die Bergerung zusätzlich erschwerte. Mit vereinten Kräften der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr, schaffte man es dann aber schließlich auch das Polizeiauto zurück auf die Straße zu bringen.

Ein Polizeibeamter machte sich zu Fuß auf die Suche nach dem Ehepaar. Er fand den Mercedes, weil die Senioren die Warnblinkanlage als eine Art „Leuchtturm“ benutzten. Das Ehepaar war sichtlich erleichtert über das Eintreffen des Retters und es gelang schließlich, den Unimog der FF-Schierstein an die Einsatzstelle zu lotsen.

Jedoch gelang es sogar diesem Fahrzeug nicht, den verirrten Mercedes aus dem Schlamm zu ziehen, da es wiederholt im weichen Untergrund abrutschte und ebenfalls drohte stecken zu bleiben. So musste das Ehepaar schließlich ohne ihr Fahrzeug aus dem Wald gebracht werden. Die Bergungsarbeiten des Autos in dem Waldstück wurden am Freitag durch ein Bergungsunternehmen erneut gestartet.

Trotz der letztendlich nicht erfolgreichen Bergung des Mercedes, zeigt sich durch die erfolgreiche Bergung der beiden festgefahrenen Einsatzfahrzeuge, wie wichtig die Unimog-Fahrgestelle für den Feuerwehrdienst in Wiesbaden sind. Dies bestätigen auch anschaulich die mehreren Waldbrandeinsätze im vergangenen Sommer.

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