Feuerwehr Breckenheim

Wiesbaden säuft ab – Erneute Unwetterzelle überflutet Straßen und das Kurhaus

Einsatz 08/14 – Zum vierten Mal innerhalb von nur sechs Tagen wurde die FF Breckenheim nach einem heftigen Unwetter alarmiert. Diesmal hatte es die Orte Naurod, Auringen, Rambach und Sonnenberg, sowie die Innenstadt Wiesbaden am schlimmsten erwischt. Der Wickerbach nahm kaum vorstellbare Ausmaße an und überschwemmte im Wiesbadener Osten ganze Straßenzüge, Unmengen von Kellern, Häusern und Tiefgaragen.

Alle Wiesbadener freiwilligen Feuerwehren sowie kreisübergreifende Unterstützungsfahrzeuge aus dem Rheingau-Taunus-Kreis und dem Main-Taunus-Kreis, sowie Kräfte des THW waren an den unzähligen Einsatzstellen mit der Bekämpfung der Wassermassen beschäftigt. Die größte Einsatzstelle stellte das Kurhaus in Wiesbaden dar, bis zur Stunde dauern die Arbeiten dort noch an und ein Ende ist selbst einen Tag nach den ersten Alarmierungen nicht in Sicht.

Genaue Zahlen gibt es zwar noch nicht, aber man geht von über 500 Einsatzkräften aus. In den meisten Fällen wird wohl das ganze schreckliche Ausmaß erst im Laufe der nächsten Tage sichtbar werden, wenn das Wasser endgültig  abgeflossen ist und mit den Aufräumarbeiten begonnen werden kann. Der Wiesbadener Oberbürgermeister Sven Gerich verschaffte sich an vielen Einsatzstellen einen Überblick, dankte den Helfern vor Ort und zeigte sich tief beeindruckt von der Hilfsbereitschaft in Wiesbaden.

Nicht auszuschließen ist, dass die Einsatzkräfte der Breckenheimer Feuerwehr heute erneut alarmiert werden um neue Einsatzstellen abzuarbeiten oder an bereits bestehenden, größeren Stellen unterstützen müssen.

Offizielle Pressemitteilung der Berufsfeuerwehr Wiesbaden (12.07.14):

Millionenschaden in Wiesbaden

Ein Unwetter hat am gestrigen Freitag die Einsatzkräfte aus Wiesbaden in Atem gehalten. Starkregen hat für erheblichen Schaden in den Stadtteilen Naurod, Rambach und Sonnenberg gesorgt. Auch vor der Innenstadt von Wiesbaden machte das Wasser nicht Halt.

Es war gegen 16:00 Uhr, als die ersten Notrufe bei der Feuerwehr eingingen. Bürger aus Naurod und Rambach meldeten überflutete Keller und Straßen. Hagelkörner überzogen den Stadtteil Auringen mit einer Eisschicht.  In Rambach war der Salzbach innerhalb von wenigen Minuten übergetreten und floss gebirgsbachartig durch den Stadtteil. Dabei wurden circa 70 Häuser von den Fluten überschwemmt. Im Verlauf lief das Wasser durch Sonnenberg in Richtung Kurpark und überspülte den Ortskern von Sonnenberg.

Nachdem die Flutmassen die Stadtteile überflutet hatten,  wurde der Kurpark und das Gelände rund um das Kurhaus von den Wassermassen heimgesucht. Unter anderem wurden auch die Wilhelmstraße und die Straßen an den Quellen überflutet. Die Wassermassen liefen in den Keller des Staatstheaters und des Kurhauses. Die in der Mitte der Häuser liegende Tiefgarage unter dem Bowling Green, in der sich beim Wassereintritt circa 70 geparkte Autos befanden, wurde bis zu 1,5m komplett überspült. Der Bereich des Bowling Greens, der für das Public Viewing am Sonntag vorgesehen ist, ist nicht betroffen, so dass die Veranstaltung am Sonntag auch tatsächlich stattfinden kann.

Mit 500 Einsatzkräften von Feuerwehr und THW aus Wiesbaden, dem Main-Taunus-Kreis, dem Rheingau –Taunus- Kreis und Mainz Bingen und der Werkfeuerwehr Infra Serv wurden die Notrufe abgearbeitet. Auch viele freiwilligen Helfer beteiligten sich im Rahmen der Nachbarschaftshilfe daran, die Schäden zu beseitigen. Oberbürgermeister Sven Gerich und Bürgermeister Arno Gossmann machten sich schon nach wenigen Minuten ein Bild vor Ort und dankten allen Beteiligten für die schnelle und professionelle Hilfe. Trotz des erheblichen Sachschadens sind alle Beteiligten glücklich, dass es keine Verletzte gegeben hat.

Zurzeit sind noch circa 40 Einsatzkräfte im Kurhaus tätig, um das Kurhaus und die Tiefgarage vom Wasser zu befreien. Weitere 18 Einsatzkräfte säubern zurzeit einen Kunstrasenplatz im Nerotal, der durch das Unwetter erheblich verunreinigt wurde, um einen Millionenschaden abzuwenden.  Vermutlich werden die Arbeiten noch bis zum Abend andauern. 

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